Hier findet ihr Tipps und Tricks rund um Angelgerät, Angelmethoden, Köder u.a.

 


Gufi kaputt – und er fängt trotzdem  ...

Habt ihr auch noch ein paar alte defekte Gummifische in euren Boxen ? Werft sie bloß nicht weg, man kann daraus sehr fängige Köder für Forelle, Barsch und Co. basteln.  Gufis von 6-10cm eignen sich für die folgende Bastelei am besten. Schneidet zunächst den Paddelschwanz so ab, dass noch 1 - 1,5cm der Schwanzwurzel stehen bleiben ... 

Je nach Größe des Paddels könnt ihr diese nun auf Haken der Größen 4 bis 6 wie abgebildet aufziehen und ggf. am Hakenschenkel mit einem Tropfen Sekundenkleber fixieren. Ein super Köder auf Barsch und Forelle, wenn diese z.B. am Sbirolino gefischt werden. Am Forellensee als Forellenteig-Ersatz zum Schleppen bestens geeignet, erlaubt weite Würfe und hält super am Haken. Auch am Spinner ein top Köder. Die Montage sollte mit 2- oder 3-fach-Wirbeln gefischt werden um Schnurdrall vorzubeugen. 

Gruß und Petri Heil H.Günter

 

 

 

 

Dieser 106er Esox hat beim Forellenangeln auf diesen Köder an einem kleinen Spinner zugepackt ... 


 Hallo Ihr Perückenwerfer da draußen !

Nach gefühlten 16.700 Metern Sbirolino werfen, hier mein Erfahrungstipp:

Mit der Sbirolinorute unterwegs - mit einem leichten schwimmenden Spirolino auf 14er Geflochtene montiert, dazu noch einen leichten Köder wie Fliege / Nymphe und das ganze an ca. 3 Meter Fluocarbon-Vorfach. Dann ganz langsam geführt um den See abzusuchen.

Das könnte bereits nach ein paar Würfen zu der ersten Perücke führen, weil sich die Schnur ohne großen Widerstand aufwickelt und somit die Schnurklänge zu lose auf der Spule liegen. Die nimmt dann der nächste Wurf alle auf einmal mit und so entsteht eine schöne Perücke.  

Mein Tipp ( wie auf den Bildern zu sehen): Die Schnur einmal um die Rute legen, das bewirkt, das die Schnur beim langsamen einholen ohne großen Widerstand fester auf die Rolle gespult wird. Seitdem entfällt für mich, das ich die Schnur alle paar Würfe mit Widerstand durch die Finger aufspulen muss.  Gruß und Petri Heil Frank Drost   


Freilauf ? Es geht auch ohne !

Manche Fische beißen sehr vorsichtig oder sind grundsätzlich misstrauisch. Schon ein geringer Schnurwiderstand kann dazu führen, dass unser Köder missachtet wird. Wenn ihr keine Freilaufrolle besitzt oder aber den Freilauf nicht benutzen möchtet, gibt es trotzdem eine effektive Methode bei einem Biss die Schnur fast widerstandslos freizugeben.

Fast an jeder Angelrolle gibt es ein Detail, dass die meisten Angler überhaupt nicht beachten: Den Schnurclip !

Feederangler begrenzen mit diesem Clip die Wurfweite um den Futterkorb immer in der gleichen Entfernung zu präsentieren. In diesem Clip kann

man aber auch die Hauptschnur mit einer kleinen Schlaufe je nach Wind / Strömung mehr oder weniger fest fixieren wie auf dem Bild zu sehen. Der Rollenbügel bleibt offen, der Fisch kann nach dem Abziehen  der Schlaufe widerstandslos Schnur nehmen. Eine weitere Möglichkeit mit offenem Bügel zu fischen: Ein Gummiring an der Rute zwischen Rolle und Leitring . Dort wird die Hauptschnur wie oben am Clip mit einer Schlaufe eingehängt. Wer einen Hakeneinhänger an der Rute hat, kann diesen mit einer Haarnadel versehen und die Schnur in die Nadel einhängen.

 

Und dann gibt es noch eine sehr einfache Möglichkeit: Rollenbügel öffnen, 1-2 Meter Schnur abziehen, die Schnur auf den Boden legen und z.B. mit einem kleinen Stein o.ä. beschweren. Im Gegensatz zu einem Freilauf oder einer geöffneten Bremse haben alle diese Montagen den Vorteil, dass der Fisch beim Biss den Anlauf-Widerstand der Schnurspule nicht überwinden muss. Bei vorsichtigen Fischen kann dies ein entscheidender Vorteil sein.  Diese Methoden eignen sich jedoch nur für offene oder mäßig strömende Gewässer, auch starker Wind kann ggf. die Fixierung der Schnurschlaufe lösen. Einfach mal ausprobieren ... Gruß und Petri Heil H.Günter

 


Berechnung des Schnureinzugs bei verschiedenen Rollenübersetzungen:

 

Den Schnureinzug einer Rolle in cm zu berechnen ist relativ einfach.

Die Übersetzung der Rolle gibt an, wie viel Schnur bei einer Umdrehung des Rotors auf der Spule abgelegt wird.  Dazu gibt es eine einfache Formel: Man misst den Spulendurchmesser der Rolle (ohne Spulenrand) (z.B. 4,5cm), diesen mal Pi (3,14). Ergibt in diesem Fall 14,13 cm. Bei der Rollenübersetzung von 5,5:1 dreht sich der Rotor bei einer Kurbelumdrehung also 5,5 mal um die Spule und legt in diesem Fall (5,5 x 14,13 cm) ca. 77cm Schnur auf der Spule ab - und zieht diese somit beim Einholen auch ein. Je höher die Rollenübersetzung und je größer der Spulendurchmesser, desto größer wird der Schnureinzug. Die Werte können etwas abweichen, je nachdem wie voll die Spule ist.

 


Angelruten - Umrechnung lbs > Wurfgewicht  

(Gewichtsmaß: Pound = 1lb = 0,453kg)

 

Bei manchen Ruten z.B. Karpfen- und Bootsruten wird die Rutenbelastbarkeit nicht mit dem Wurfgewicht, sondern in lbs angegeben. Man kann die lbs-Angabe in das Wurfgewicht umrechnen, wobei man grob diese Umrechnung benutzen kann:  Rute 2,50 lbs = bis ca. 70gr WG, Rute 3,00 lbs = bis a. 85gr WG, Rute 3,50 lbs = bis ca. 100gr WG, Rute 4,00lbs = bis 130gr WG, Rute 6,00lbs = bis ca. 200gr WG. 

Ruten ab 10lbs sind zum Werfen nicht geeignet bzw. gedacht. Theoretisches WG wäre bei 10lbs ca. 284gr, bei 15lbs ca. 426gr, bei 20lbs ca. 568gr, bei 30lbs ca. 852gr und bei 50lbs ca. 1420gr. 

 


Tauwürmer auf die schnelle Art ...

Wer eben mal schnell ein paar Tauwürmer benötigt, für den habe ich einen Tipp: Eine 10-Liter Gießkanne mit Wasser füllen, 1 Packung billiges Speisesalz rein und gut verrühren bis es aufgelöst ist. Dann die Salzlake auf eine geeignete Fläche aufbringen (es sollte aber nicht der eigene Rasen sein) z. B. Wegrand o.ä. - sinnvollerweise jedoch dort, wo Tauwürmer vorkommen und wo diese Maßnahme keinen Ärger verursacht. Mit der Gießkanne eine Fläche von 2-3qm satt begießen. Bei Trockenheit sind ggf. auch 2 Kannen nötig. Dann heißt es 4-5 Minuten warten und schon kommen die Krabbler freiwillig rückwärts aus der Erde.

Danach gut mit klarem Wasser abspülen. Zum längeren Hältern und Aufbewahren - möglichst an einem kühlen Ort zwischen 7 und 10 Grad - eignen sich klein gerissene Eierkartons hervorragend. Diese in Wasser aufweichen lassen, ausdrücken und die Würmer rein setzen. Gruß und Petri Heil H.Günter